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Abfindung wegen Leiharbeitnehmers – Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Berlin

Bei Schadensersatzansprüchen zählen Leiharbeitnehmer im Betrieb des Entleihers mit. Es kann dann ein Anspruch auf Nachteilsausgleich bestehen.

Leiharbeitnehmer zählen mit

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Leiharbeitnehmer im Entleiherbetrieb bei der Frage, ob ein Interessensausgleich durchzuführen ist, mitzählen, sofern sie dort länger als drei Monate eingesetzt sind. Hintergrund ist, dass nach § 111 BetrVG ein Interessensausgleich mit dem Betriebsrat nur dann durchzuführen ist, sofern im Betrieb mehr als 20 wahlberechtigte Arbeitnehmer beschäftigt sind. Da der Arbeitgeber mit seinen Stammmitarbeitern unter diesem Schwellwert war, jedoch mit den länger als drei Monate beschäftigten Leiharbeitnehmern den Schwellwert von 20 Arbeitnehmern überstieg, weigerte er sich, Verhandlungen über einen Interessensausgleich vorzunehmen und verwies darauf, dass er schließlich keine 20 wahlberechtigten Arbeitnehmer habe. Argumentiert wurde damit, dass die Leiharbeitnehmer nicht mitzählen.

Bei Verstoß: Nachteilsausgleich

Dies sieht das Bundesarbeitsgericht in seiner Entscheidung anders. Das Bundesarbeitsgericht hat vielmehr mit gut nachvollziehbaren Argumenten entschieden, dass Leiharbeitnehmer, die länger als drei Monate beschäftigt sind, im Entleihbetrieb grundsätzlich mitzählen, so dass der Schwellenwert von mehr als 20 wahlberechtigten Arbeitnehmern überstiegen war und der Arbeitgeber einen Interessensausgleich hätte herbeiführen müssen. Diese Entscheidung ist für den Arbeitgeber sehr folgenreich, da ein unterlassener Interessensausgleich durch § 113 BetrVG sanktioniert wird. Dort ist festgeschrieben, dass dem Arbeitnehmer bei einem unterlassenen Interessensausgleich eine Abfindung (Nachteilsausgleich) gegenüber dem Arbeitgeber zusteht. Im Ergebnis heißt dies, dass alle entlassene Arbeitnehmer nunmehr auf Abfindung gegenüber dem Arbeitgeber klagen können und dies nur deshalb, weil Leiharbeitnehmer im Entleihbetrieb mitzählen!

Im Ergebnis also eine teure Entscheidung für den Arbeitgeber. Sollten Sie hiervon oder von einer ähnlichen Sachlage betroffen sein, stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Ich bin Fachanwalt für Arbeitsrecht und vertrete Sie erfahren und kompetent.

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Rechtsanwälte

Fachanwältin für Familienrecht sowie Fachanwältin für Erbrecht

Fachanwältin für Familienrecht und Erbrecht Andrea Borgmann-Witting

Andrea Borgmann-Witting

„Ich bin Vollblutjuristin“, sagt Andrea Borgmann-Witting. Das bedeutet für sie: Zum einen über jedes Mandanten-Anliegen den umfassenden Überblick gewinnen und dadurch „das große Ganze“ im Blick haben – zum anderen eine Gesamtregelung anstreben, mit der beide Seiten zufrieden sind. Diese Grundsätze gelten für sie sowohl im Ehe- und Familienrecht als auch im Erbrecht.

Konsequenterweise strebt Andrea Borgmann-Witting – mit Einfühlungsvermögen und gesundem Menschenverstand – außergerichtliche Einigungen an. Kommt es allerdings zum Prozess, geht sie mit Maximalforderungen in den Gerichtssaal. Dann spielt ihr Verhandlungsgeschick eine große Rolle – und das hat viel mit Erfahrung zu tun.

Andrea Borgmann-Witting, Mutter von zwei Kindern, ist seit 2001 Fachanwältin für Familienrecht und seit 2007 Fachanwältin für Erbrecht. Sie geht gerne in die Oper und interessiert sich für zeitgenössische Kunst. Den körperlichen Ausgleich holt sie sich regelmäßig auf dem Tennisplatz.

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Arbeitsrecht Markus Witting

Markus Witting

Arbeit – damit auch berufliche Zukunft, Karriere, Geld – steht im Zentrum unseres Lebens. Und daher will Markus Witting dort helfen, wo Menschen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, in rechtlichen Streit geraten. Sein Gebiet und seine große Freude ist das Arbeitsrecht. Da geht es um Kündigungen, Abmahnungen, Aufhebungsverträge und Abfindungszahlungen. Oder anders: Um alle Belange des Arbeitsrechts.

Markus Wittings Basis für gute Rechtsberatung und auch Erfolg vor Gericht ist seine hohe fachliche Kompetenz. Er ist seit 2005 Fachanwalt für Arbeitsrecht. Berlin ist Lebensmittelpunkt von ihm und seiner Familie. In seiner Freizeit treibt er gerne Sport und geht –am liebsten mit seiner Frau – auf Reisen. Und manchmal überkommt ihn seine Liebe für alte Autos.