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Kündigung Fluglotsen – Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Berlin

Bei schweren unentschuldbaren Pflichtverstößen ist eine Kündigung ausnahmsweise auch ohne vorherige Abmahnung möglich!

Kündigung ohne Abmahnung

In einer interessanten Entscheidung hat das Landesarbeitsgericht Hessen die fristlose Kündigung eines Fluglotsen bestätigt und dies, ohne vorherige Abmahnung. Der betreffende Fluglotse war in der Nachtschicht eingeteilt. Nach den geltenden Vorschriften zur Flugsicherung muss die Nachtschicht von zwei Fluglotsen durchgeführt werden. Zwischen den Fluglotsen sind die Pausen von je zwei Stunden abzusprechen, so dass ständig ein Fluglotse einsatzbereit ist. Außerdem muss jeder Fluglotse auch in der Pause erreichbar bleiben.

Bei Schwerem Verstoß ohne Abmahnung

Wie sich später herausstellte, hatte der Fluglotse mehrfach die zweistündigen Pausenzeiten überschritten. Daraufhin wurde ihm die fristlose Kündigung ausgesprochen. Dies wurde nunmehr vom Landesarbeitsgericht Hessen bestätigt. Begründet wurde die fristlose Kündigung damit, dass der Arbeitnehmer die Sicherheit des Flugverkehrs akut gefährdet habe. Daher sei auch eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung angemessen. Zu berücksichtigen sei besonders, dass dem Arbeitnehmer aus den einschlägigen Vorschriften die Reichweite seines Handelns durchaus bekannt gewesen sei und es daher keiner vorherigen Abmahnung bedurft hätte. Erschwerend kam noch hinzu, dass die Arbeitszeitnachweise vom Arbeitnehmer unrichtig ausgefüllt wurden.

Kündigung ist Einzelfallentscheidung

Wie aus der nach meiner Ansicht richtigen Entscheidung des Hessischen Landesarbeitsgerichts zu entnehmen ist, kann unter Umständen auch bei schweren Vergehen die fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung begründet sein. Dies ist wie immer eine Einzelfallentscheidung und muss von den Richtern sorgsam abgewogen werden.

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Rechtsanwälte

Fachanwältin für Familienrecht sowie Fachanwältin für Erbrecht

Fachanwältin für Familienrecht und Erbrecht Andrea Borgmann-Witting

Andrea Borgmann-Witting

„Ich bin Vollblutjuristin“, sagt Andrea Borgmann-Witting. Das bedeutet für sie: Zum einen über jedes Mandanten-Anliegen den umfassenden Überblick gewinnen und dadurch „das große Ganze“ im Blick haben – zum anderen eine Gesamtregelung anstreben, mit der beide Seiten zufrieden sind. Diese Grundsätze gelten für sie sowohl im Ehe- und Familienrecht als auch im Erbrecht.

Konsequenterweise strebt Andrea Borgmann-Witting – mit Einfühlungsvermögen und gesundem Menschenverstand – außergerichtliche Einigungen an. Kommt es allerdings zum Prozess, geht sie mit Maximalforderungen in den Gerichtssaal. Dann spielt ihr Verhandlungsgeschick eine große Rolle – und das hat viel mit Erfahrung zu tun.

Andrea Borgmann-Witting, Mutter von zwei Kindern, ist seit 2001 Fachanwältin für Familienrecht und seit 2007 Fachanwältin für Erbrecht. Sie geht gerne in die Oper und interessiert sich für zeitgenössische Kunst. Den körperlichen Ausgleich holt sie sich regelmäßig auf dem Tennisplatz.

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Arbeitsrecht Markus Witting

Markus Witting

Arbeit – damit auch berufliche Zukunft, Karriere, Geld – steht im Zentrum unseres Lebens. Und daher will Markus Witting dort helfen, wo Menschen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, in rechtlichen Streit geraten. Sein Gebiet und seine große Freude ist das Arbeitsrecht. Da geht es um Kündigungen, Abmahnungen, Aufhebungsverträge und Abfindungszahlungen. Oder anders: Um alle Belange des Arbeitsrechts.

Markus Wittings Basis für gute Rechtsberatung und auch Erfolg vor Gericht ist seine hohe fachliche Kompetenz. Er ist seit 2005 Fachanwalt für Arbeitsrecht. Berlin ist Lebensmittelpunkt von ihm und seiner Familie. In seiner Freizeit treibt er gerne Sport und geht –am liebsten mit seiner Frau – auf Reisen. Und manchmal überkommt ihn seine Liebe für alte Autos.